Noch bis zum Ende der 20er Jahre wurden Niederdrucklaufkraftwerke wegen des Stands der Turbinentechnik als Kanalkraftwerke errichtet. Zwar gab es das schon 1898 in Betrieb gegangene Flusskraftwerk Rheinfelden, der wirkungsgrad der dort eingesetzten Francis-Turbinen war wegen der niedrigen Fallhöhe von maximal 5 Metern allerdings relativ gering.
Die Projekte am Inn sahen daher künstlich höhere Gefälle durch Kanalbauten vor. Der zu realisierende Plan umfasste Wehr und Einlaufbauwerk in Jettenbach mit einem 20km langen Oberwasserkanal, das Krafthaus in Töging und einen 2,8km langen Unterwasserkanal zum Inn-Flussbett.
Der Standort Töging ergab sich durch einen natürlichen Terassenabbruch, der eine Fallhöhe von 30,5m ermöglichte.
Nach Baubeginn im Jahr 1919 wurden 1920 mit der Einigung über die Linienführung weitere Kanalbaulose in Angriff genommen.
Arbeitskolonne beim Kanalbau 1921/22.
1921 erfolgte die Vergabe der Turbinen und Regler, der Geneatoren und der druckrohre sowie der restlichen baulose des Kanals.
Im April 1921 lag eine Schätzung der Baukosten, die mit 70 Mio Mark veranschlagt war, bei 450 Mio Mark.
Arbeitsteam beim Krafthausbau 1922/23.
Bis 1922 waren 65% der Erdmassen gebaggert und 55% der Arbeitsstunden von bis zu 7.000 Personen erbracht.
"Die größte Baustelle Europas" stand auf dem Höhepunkt der Bautätigkeit.
Quelle: Bayerischer Inn, Ausbau der Wasserkraft, 1992, Innwerk AG
06.02.2012 02:35

der erste Totengräber von Töging
Pfaffinger Josef, geb. 1878, gest. 1961
Pfaffinger Rosina (Frau)
aus der Ehe stammen 7 Kinder, 4 Söhne und 3 Mädchen.
Wohnhaft Froschau Töging
- Goasenzüchter; 1.Besamungsstelle
- der größte Schnupfer vom Landkreis im Leben 4 ztr.
- Ein Mann der damals schon einen Ohrring trug
- Totengräber von 1930 – 1956 amtl. und ehrenamtl.
- Ein wichtiger Spruch von Opa Pfaffinger: „Jetzt wird’s Liacht hat der Pfaffinger g'sagt und dann hat's ihm Dach davon.“
Der jüngste Sohn Hans Pfaffinger lebt noch in Töging